Anmerkung der Redaktion: 

Alle Inhalte dieser Seite können sehr gerne vervielfältigt und verteilt werden!

Solidarität mit den 10 ehemaligen Militanten aus der RAF!

Ein Aufruf des Netzwerks Freiheit für alle politischen Gefangenen

www.political-prisoners.net

Ehemalige Mitglieder aus der RAF werden im März als ZeugInnen im Stuttgarter Prozess gegen Verena Becker vorgeladen und es droht ihnen bei Aussageverweigerung Beugehaft bis zu sechs Monaten.
Am 10. März müssen Günter Sonnenberg, Stefan Wisniewski, Rolf Heißler und Adelheid Schulz, am 24.März Knut Folkerts und Brigitte Mohnhaupt, am 25. März Sieglinde Hofmann, Rolf Clemens Wagner und Irmgard Möller und am 31. März Siegfried Haag erscheinen.
Bis auf Irmgard Möller, die sich seit 1972 im Knast befand, waren alle Mitte der siebziger Jahre in der RAF organisiert.

 

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Flyer als PDF
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Boock im Becker Prozess

Peter-Jürgen Boock* hat am 03. Februar zum ersten Mal im Becker-Prozess ausgesagt. Zwei weitere Male ist er noch geladen.

 

Wie in zahlreichen anderen Prozessen sollte Peter-Jürgen Boock im Becker-Prozess als Kronzeuge herhalten, um die Geschichte der RAF und des bewaffneten Kampfes im Sinne der Herrschenden umzuschreiben. Am ersten Prozesstag gab Boock sich wie eh und je: Gerne über sich sprechend, vage und Fakten vorheuchelnd. Wir haben einige Presseberichte zu seiner ersten Aussage in dem Prozess zusammengesammelt. Dass diese Berichte nicht unsere Meinung widerspiegeln sei an dieser Stelle nochmals erwähnt.

 

Für die kommenden vier Wochen sind auch Werner Lotze, Sigrid Sternebeck und Silke Maier-Witt geladen.

 

Das Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen hat einen Text für die Junge Welt Beilage zum 18.03. - die von der Roten Hilfe herausgegeben wird - verfasst:

Hintergründe zum Prozess gegen Verena Becker und den Beugehaftverfahren

 

*Boock tingelt seit Jahren durch Talkshows, um dort seiner Geltungssucht und seinen Lügen durch eine Verfälschung der Geschichte Ausdruck zu verschaffen. Bereits mehrmals war Boock dafür verantwortlich, dass ehemalige RAF Mitglieder angeklagt oder verurteilt wurden.

 

 

Aktuelle Artikel:

04.02.2011 - SWR Terrorismus Blog: Boock, Becker, Buback

04.02.2011 - Stuttgarter Zeitung: Der Zeuge taugt als Kronzeuge nur bedingt

03.02.2011 - Sueddeutsche: Boock und die "Brandstifter"

03.02.2011 - Spiegel: "Verena Becker gehörte nicht zum Mordkommando"

 

Aktivitäten zum 18.10.77 in Stuttgart

Bericht zur Veranstaltung des Netzwerks Freiheit für alle politischen Gefangenen

Am Freitag, den 15.10.2010, fand in Stuttgart anlässlich der Stammheimer Todesnacht eine Veranstaltung unter dem Motto „Nulla E Finito! - Nichts ist Vorbei! - Revolutionäre Geschichte aneignen und verteidigen!“ statt, welche vom Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen organisiert wurde.

 

Die Veranstaltung die im Linken Zentrum Lilo Herrmann durchgeführt wurde, wurde von 65 TeilnehmerInnen besucht. Am darauf folgenden Tag, dem 16.10., fand ein Besuch an den Gräbern von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe auf dem Dornhalden Friedhof statt, an dem sich rund 40 Menschen beteiligten.  

 

Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an alle Kämpferinnen und Kämpfer aus dem revolutionären Widerstand die auf Grund ihres konsequenten Einsatzes gegen den Imperialismus und für Befreiung von der Konterrevolution gefoltert und ermordet wurden.

 

Anlass sich mit diesem Teil der Geschichte auseinanderzusetzen und die Identifikation mit ihr verstärkt zu propagieren - kurz die Veranstaltung und den gemeinsamen Grabbesuch zu organisieren, waren einmal die Erinnerung an die Stammheimer Todesnacht die sich dieses Jahr zum 33. mal jährt, sowie der aktuell stattfindende Prozess gegen Verena Becker und die damit einhergehende Medienhetze und Diffamierung der Roten Armee Fraktion.

 

In den einzelnen Beiträgen wurde auf die repressive Situation der Nachkriegs BRD, auf das Vorgehen des Staates gegen die revolutionäre Linke und die Geschehnisse des 18.10.1977 eingegangen.

 

Des weiteren folgte ein Beitrag in dem, gestützt auf Ausschnitten aus Erklärungen der Roten Armee Fraktion, die Konzeption Stadtguerilla, sowie die Bedeutung von proletarischem Internationalismus dargestellt und ihr praktischer Antiimperialismus anhand ihrer Aktivitäten aufgezeigt wurde.

 

Darüber hinaus wurde das Frontpapier als Antwort auf die veränderte Situation nach `77 und die Notwendigkeit der Verbindung unterschiedlicher Ebenen des Widerstandes, sowie ihre Zusammenarbeit mit Brigate Rosse und Action Directe erläutert.  

 

Den Schluss bildete ein Beitrag in dem sich mit der Frage ob die Aussagen der Gefangenen aus der RAF heute noch Gültigkeit haben und der Bedeutung von Kollektivität für die revolutionäre Linke auseinandergesetzt wurde.

 

Der Gefangene Werner Braeuner aus Sehnde, die Genossinnen und Genossen für den Aufbau einer Roten Hilfe Italien und die Gruppe Zimmerwald aus der Schweiz beteiligten sich durch Grußworte in denen auf die Bedeutung der RAF auf die Internationale Linke und die Aktualität und Relevanz des Kampfes der RAF für heute eingegangen wurde.

 

Durch einen gemeinsamen Grabbesuch am darauf folgenden Tag wurde den Revolutionären der RAF gedacht und die Erinnerung an sie sowie an alle Gefallenen aus dem revolutionären Widerstand hochgehalten. Es wurde ein Gedicht von Bertolt Brecht verlesen und rote Nelken auf den Gräbern abgelegt.

 

Veranstaltung des Netzwerks Freiheit für alle politischen Gefangenen


Interview zur Veranstaltung - gesendet auf Radio Flora [mp3 Datei, 21.04 Minuten]

Anlässlich des am 30. September beginnenden Prozesses gegen Verena Becker und des Jahrestages des 18. Oktober 1977 organisieren wir im Linken Zentrum Lilo Herrmann eine Veranstaltung mit dem Titel: Nulla e finito! Nichts ist vorbei! Revolutionäre Geschichte aneignen und verteidigen!

Die Veranstaltung soll dazu beitragen, dass diejenigen, die im Kampf für Befreiung gestorben sind, nicht vergessen und die Inhalte und die Erfahrungen der Kämpfe von damals nicht verschüttet werden sondern in die heutigen Kämpfe miteinfließen.

Darüber hinaus soll der medialen Hetze, die sich gegen die revolutionäre Linke heute und damals richtet, etwas entgegengesetzt und der herrschenden Geschichtsschreibung – die Geschichte von unten gegenübergestellt werden.


Am Samstag, den 16. Oktober werden wir gemeinsam zu den Gräbern von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe zum Dornhaldenfriedhof gehen, wo auch Wolfgang Beer und Horst Ludwig Meyer begraben sind und legen einen Kranz nieder.

 

Samstag, 16. Oktober 2010 || 12 Uhr
am Dornhaldenfriedhof (Nähe Karl-Kloß Str)

Treffpunkt: 11 Uhr, Südheimer Platz (U1/U14 Haltestelle)


Bei Nachfragen: kontakt@political-prisoners.net


 Auch 33 Jahre nach dem sog. Deutschen Herbst, einem der Höhepunkte der Repression in der Auseinandersetzung zwischen dem bewaffneten Befreiungskampf und dem Staatsapparat werden Staat, seine Repressionsorgane und die Medien nicht müde, die Geschichte der Roten Armee Fraktion (RAF) verfälschend und diffamierend darzustellen.

 

Unvergessen ist dabei die Hetzkampagne 2007, die mit verschiedenen Büchern, Filmen, „neuen“ Entdeckungen bezüglich der „Baader-Meinhof Bande“ aufwartete, um auch diesen Abschnitt der Geschichte in ihrem Sinne umzuschreiben und für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

 

Die Diffamierung revolutionärer Kämpfe ist ein weltweites Anliegen der herrschenden Eliten innerhalb des kapitalistischen Systems.

Der legitime und notwendige Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung wird im Rahmen der Aufstandsbekämpfung mit allen erdenklichen Mitteln bekämpft, angefangen bei Desinformations- und Hetzkampagnen bis hin zu Folter und extralegalen Hinrichtungen.

Es gilt, diesen Angriffen standzuhalten und entschlossen die eigene Geschichte zu verteidigen.

 

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Aufruf Flyer
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Prozess gegen Verena Becker beginnt

Am 30. September beginnt in Stuttgart-Stammheim vor dem Oberlandesgericht der Prozess gegen Verena Becker.

 

Die Anklage gegen sie lautet auf „gemeinschaftlich begangenen Mord“ an Siegfried Buback und seinen beiden Begleitern.

Im Rahmen des Verfahren wurden einigen ehemaligen Gefangenen bereits Beugehaft angedroht.

 

Der Prozess kann als Auftakt zu weiteren Prozessen gesehen werden, die der Generalabrechnung mit dem bewaffneten Kampf und der Geschichte der RAF dienen soll.

Der Prozess dient nicht zuletzt einer Machtdemonstration und dazu mit der Geschichte der Linken und insbesondere mit der der RAF abzurechnen, um nicht zuletzt zu zeigen, dass der Verfolgungswille gegen AktivistInnen unaufhörlich bestehen bleibt.

Damit bestimmen die Herrschenden die Geschichte aus ihrer Sicht, indem revolutionäre Ansätze verfolgt und kriminalisiert, aber vor allem entpolitisiert und umgedeutet werden.

 

Wir wollen mit der Verbreitung dieses Papiers, das im Mai 2010, angesichts des Prozesses von „einigen, die zu unterschiedlichen Zeiten in der RAF waren“, dazu aufrufen die Geschichte uns nicht aus den Händen nehmen zu lassen und der Diffamierung und Entpolitisierung der Geschichte der RAF die authentische Vermittlung von Inhalten und Praxis entgegenzusetzen.

 

Das bedeutet, dass wir der herrschenden Desinformationspolitik, unsere Geschichtspolitik entgegensetzen müssen; dass wir der herrschenden von oben bestimmten und aufgesetzten Geschichte, die tatsächliche Geschichte von unten (!) entgegensetzen müssen!

Dieses Papier soll im Rahmen unserer Möglichkeiten der Stimme der Herrschenden die Stimme der AktivistInnen entgegnen.

 

Angesichts des bevorstehenden Prozesses rufen wir hier auch dazu auf den Prozess zu besuchen und sich darüber zu informieren. Mindestens genauso wichtig ist jedoch sich mit den tatsächlichen Ereignissen auseinanderzusetzen und die Ihnhalte sich möglichst authentisch anzueignen. 

 

In diesem Sinne.

Glaubt nicht den Lügen der Herrschenden!

Revolutionäre Geschichte aneignen und verteidigen!

 

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Nulla E Finito: Kämpfende Kommunistische Zellen
Nulla E Finito: Kämpfende Kommunistische Zellen

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zuletzt aktualisiert: 19.04.2011